28 March 2026, 20:26

Wohneigentum in Deutschland: Warum der Traum vom Eigenheim immer teurer wird

Schwarz-weißes Architekturzeichnung eines Hauses mit zahlreichen Fenstern und einem Dach, das als erstes Haus in Deutschland bezeichnet wird, begleitet von detaillierten Bauplänen und Text.

Wohneigentum in Deutschland: Warum der Traum vom Eigenheim immer teurer wird

Wohneigentum in Deutschland wird immer teurer – Mieten bleibt deutlich günstiger

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Durch staatliche Politik und steigende Abgaben wird der Kauf einer Immobilie in Deutschland immer kostspieliger. Politiker betrachten Immobilien zunehmend als wichtige Einnahmequelle und belasten Käufer mit höheren Steuern und strengeren Vorschriften. Ein neuer Vorschlag eines führenden Ökonomen könnte den Eigentumserwerb in den kommenden Jahren noch teurer machen.

In den vergangenen 15 Jahren sind die Kosten für Wohneigentum in Deutschland stark gestiegen. Die Grunderwerbsteuer, die 2006 noch bei 3,5 Prozent lag, beträgt in den meisten Bundesländern – mit Ausnahme Bayerns – mittlerweile zwischen 5 und 6,5 Prozent. Bei einem Haus im Wert von 370.000 Euro bedeutet das: Die Steuern sind von etwa 6.000 Euro auf 18.500 bis 24.050 Euro angestiegen. Gleichzeitig haben sich die Immobilienpreise mehr als verdoppelt – für viele ist Wohneigentum damit kaum noch erschwinglich.

Zusätzliche Kosten belasten Käufer weiter. Maklergebühren, Notarkosten und die Grunderwerbsteuer allein schlagen mit mindestens 10 Prozent auf den Kaufpreis drauf. Strenge Bauvorschriften und verpflichtende klimabedingte Sanierungen treiben die Ausgaben zusätzlich in die Höhe. Am Ende zahlen Hauskäufer oft das Eineinhalbfache des ursprünglichen Preises, bis die Hypothek vollständig abbezahlt ist.

Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), hat nun neue Steuerkonzepte vorgelegt, die Eigentümer stärker belasten sollen. Dazu gehört eine Abgabe auf Bodenwertsteigerungen – Gewinne, die oft allein auf Inflation und nicht auf tatsächliche Wertschöpfung zurückgehen. In Nordrhein-Westfalen liegt die Grunderwerbsteuer bereits bei 6,5 Prozent; Kritiker warnen, dass weitere Erhöhungen den Immobilienerwerb noch schwieriger machen würden.

Im Vergleich zu anderen Ländern sind Hypotheken in Deutschland weniger zugänglich und teurer. Gleichzeitig wird das Mieten vom Staat stark subventioniert – viele fragen sich daher, ob Wohneigentum für Durchschnittsverdiener überhaupt noch ein realistisches Ziel ist.

Die finanzielle Belastung für Immobilienkäufer in Deutschland wächst weiter: Höhere Steuern, strengere Regularien und zusätzliche Kosten machen den Eigentumserwerb zunehmend unattraktiv. Sollten Fratzschers Vorschläge umgesetzt werden, könnte sich die Kluft zwischen Mieten und Kaufen noch weiter vergrößern. Wer derzeit in den Immobilienmarkt einsteigen will, steht vor enormen Hürden in einem immer teurer werdenden System.

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