27 April 2026, 14:29

Wolfsangriff in Thüringen zerstört Schafherde – Familie Specht kämpft um ihre Existenz

Zwei Schafe auf einer bewaldeten Fläche mit Bäumen und Pflanzen, mit Text unten.

Wolfsangriff in Thüringen zerstört Schafherde – Familie Specht kämpft um ihre Existenz

Schafzucht in Thüringen nach verheerendem Angriff in der Nacht zum Wochenende schwer getroffen

Ein Schafbestand in Thüringen wurde am Wochenende bei einem verheerenden Angriff schwer in Mitleidenschaft gezogen: Sechs Mutterschafe starben, weitere wurden schwer verletzt. Die Familie Specht, die den Hof bewirtschaftet, vermutet Wölfe als Verursacher und hat den Vorfall bei den örtlichen Naturschutzbehörden gemeldet.

Der erfahrene Schäfer Egon Specht entdeckte am Sonntagmorgen das Ausmaß der Attacke. Sechs Tiere waren getötet worden, zwei weitere wiesen schwere Bissverletzungen auf. Vier weitere Schafe überlebten, mussten aber dringend tierärztlich versorgt werden.

Die Familie beschreibt die Verletzungen als typisch für einen Wolfsangriff. Zudem gehen sie davon aus, dass mehrere Tiere beteiligt gewesen sein könnten. Nach der Schadensaufnahme informierten sie das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz – genauer das dortige Kompetenzzentrum für Wölfe, Biber und Luchse.

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Örtliche Schäfer warnen seit Langem vor der Gefahr für Nutztiere in der Rhön-Region. Sie betonen, dass die Schafhaltung eine zentrale Rolle für den Erhalt der offenen Kulturlandschaft spielt. Nun fordern viele klarere rechtliche Regelungen für den Umgang mit Wölfen, die wiederholt Bauernhöfe heimsuchen.

Der Angriff hat die Familie Specht mit hohen finanziellen Verlusten zurückgelassen. Angesichts wachsender Forderungen nach strengeren Maßnahmen im Wildtiermanagement geraten die Behörden zunehmend unter Druck, die bestehenden Schutzbestimmungen zu überprüfen. Der Vorfall unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen Artenschutz und den Herausforderungen, vor denen ländliche Betriebe stehen.

Quelle