18 March 2026, 16:22

Baden-Württemberg testet flexibles E-Auto-Laden für ein stabiles Stromnetz

Elektrofahrzeug-Ladestation auf einem Parkplatz mit umgebenen Infrastruktur, Grünflächen und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Baden-Württemberg testet flexibles E-Auto-Laden für ein stabiles Stromnetz

Neues Feldprojekt in Baden-Württemberg: Wie E-Auto-Laden das Stromnetz entlasten kann

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In Baden-Württemberg läuft derzeit ein innovatives Feldprojekt, das untersucht, wie das Laden von Elektrofahrzeugen (E-Autos) das Stromnetz unterstützen kann. Unter dem Namen LadeFlexBW beteiligen sich über 1.500 private E-Auto-Besitzer, die finanzielle Anreize für flexibles Laden erhalten. Die Pilotphase startete im September 2023 und läuft bis Anfang 2026.

LadeFlexBW funktioniert, indem die Ladezeiten im Hintergrund angepasst werden – ohne dass die Fahrer dadurch Nachteile haben. Die Teilnehmer erhalten zusätzliches Einkommen, einfach dadurch, dass das System optimiert, wann ihre Fahrzeuge geladen werden. Das Projekt setzt dabei nicht auf intelligente Stromzähler, sondern nutzt das bestehende Standardlastprofil (SLP).

Die Initiative ist freiwillig und marktbasiert und schafft so eine neue Einnahmequelle für E-Auto-Besitzer. Dank des skalierbaren Aufbaus lässt sich das Modell auf alles anwenden – von einigen hundert bis zu zehntausenden Fahrzeugen. Wie Dominique Gross, Geschäftsführer von Intelligent Energy System Services (IE2S), erklärt, geht es darum, ein Modell zu testen, das Fahrer für ihre Ladeflexibilität belohnt.

Oliver Strangfeld, Vorstandsmitglied bei TransnetBW, unterstützt solche Reallabore, um die großflächige Einführung zu beschleunigen. Die Erkenntnisse aus LadeFlexBW könnten die Energiepreise, das Netzmanagement und digitale Ladedienste verbessern. Zudem soll das Projekt künftige Regulierungen mitgestalten und die Elektromobilität besser in das Stromsystem integrieren.

Bis Anfang 2026 wird LadeFlexBW reale Daten sammeln, wie kleine Flexibilitäten im Ladeverhalten dem Netz nutzen. Die Ergebnisse könnten zu effizienteren Energiesystemen, neuen digitalen Dienstleistungen und angepassten Vorschriften führen. Für die Teilnehmer bleibt es vorerst dabei: Sie verdienen Prämien – und tragen gleichzeitig zu einem stabileren Stromnetz bei.

Quelle