30 March 2026, 06:23

CDU Solingen fordert mehr Schutz vor Mobbing in Kitas und Schulen

Schüler in Uniformen stehen auf einem Weg und halten Papiere, während ein Mädchen in ein Mikrofon auf einem Ständer spricht und hinter ihnen eine Umzäunung mit einem Schuppen zu sehen ist, der mit Ballons bekrönt ist.

CDU Solingen fordert mehr Schutz vor Mobbing in Kitas und Schulen

Die Solinger CDU drängt auf entschlossenere Maßnahmen gegen Mobbing in Schulen und Kitas. Eine neue Anfrage soll aufdecken, wie die Stadt das Problem derzeit angeht und welche zusätzliche Unterstützung vom Land Nordrhein-Westfalen mobilisiert werden könnte. Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund bundesweiter Zahlen, wonach jedes sechste Schulkind von Mobbing betroffen ist – in Solingen könnten das rund 2.800 Kinder sein.

Im Rahmen der Anfrage wird die CDU die bestehenden Präventionsmaßnahmen im Solinger Bildungssystem unter die Lupe nehmen. Dazu zählen Programme zur Konfliktlösung, Resilienzförderung sowie Projekte zur Stärkung sozialer Kompetenzen. Zudem will die Partei klären, ob es verlässliche Daten aus Bereichen wie Schulsozialarbeit, Jugendhilfe und Medizin gibt, um das Ausmaß des Mobbings vor Ort besser einschätzen zu können.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Finanzierung. Die CDU fragt nach, welcher Anteil des nordrhein-westfälischen Bildungsbudgets in die Mobbingprävention fließt und wie sich die Ausgaben der Stadt Solingen in den vergangenen fünf Jahren entwickelt haben. Gleichzeitig lotet die Partei aus, ob das Land weitere finanzielle Mittel bereitstellen könnte, um die Anstrengungen zu verstärken.

Auch die Personalsituation und Präventionsarbeit stehen auf dem Prüfstand. Die Anfrage wird untersuchen, ob Kitas und Grundschulen auf hauseigene Fachkräfte oder externe Anbieter für Anti-Mobbing-Maßnahmen zurückgreifen. Zwar gibt es in Solingen in den letzten Jahren keine offiziellen Meldungen über Cybermobbing, doch verweist die CDU auf die zunehmenden Konflikte in digitalen Klassenchatgruppen.

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Die Partei betont, dass es bei der Anfrage nicht um eine Kritik an Lehrkräften oder Sozialarbeitern gehe. Vielmehr solle eine vertiefte Debatte über Prävention angestoßen werden. Das Thema wird nun in zwei zentralen Ausschüssen behandelt und rückt damit fest auf die politische Agenda Solingens.

Die CDU-Anfrage soll ein klareres Bild der aktuellen Anti-Mobbing-Bemühungen in Solingen und möglicher Lücken zeichnen. Angesichts bundesweiter Statistiken, wonach 21 Prozent der 15-Jährigen mehrmals monatlich Mobbing erleben, könnten die Ergebnisse künftige Politiken und Finanzentscheidungen prägen. Die Erkenntnisse sollen als Grundlage dienen, um Kinder in Schulen und Kitas bestmöglich zu schützen.

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