30 March 2026, 00:25

Deutsche lehnen Kürzungen im Gesundheitswesen und höhere Kosten strikt ab

Blauer Hintergrund mit weißer Schrift, die besagt, dass Millionen von Amerikanern durchschnittlich 800 USD pro Jahr an den Gesundheitskosten sparen, seit das Inflation Reduction Act in Kraft getreten ist, mit einem Logo.

Deutsche lehnen Kürzungen im Gesundheitswesen und höhere Kosten strikt ab

Eine neue Umfrage zeigt eine wachsende Ablehnung der Deutschen gegenüber Kürzungen bei Gesundheitsleistungen und höheren Kosten. Die von Insa im Auftrag der Bild am Sonntag durchgeführte Erhebung basiert auf den Antworten von 1.003 Befragten zwischen dem 26. und 27. März 2026. Die Ergebnisse spiegeln die öffentliche Unzufriedenheit wider, während die Versicherungsbeiträge weiterhin steigen.

Laut der Umfrage lehnt die Mehrheit der Befragten zentrale Änderungen bei der gesetzlichen Krankenversicherung ab. Eine deutliche Mehrheit von 57 Prozent spricht sich gegen die Abschaffung der beitragsfreien Familienversicherung für Ehepartner aus, während nur 28 Prozent diese befürworten. Ähnlich ablehnend zeigen sich 39 Prozent gegenüber Kürzungen bei den Leistungen für Versicherte.

Einige Maßnahmen zur Kostensenkung stoßen auf etwas mehr Akzeptanz. So könnten sich etwa 31 Prozent damit arrangieren, Fachärzte nur noch mit einer Überweisung des Hausarztes aufzusuchen. Weitere 21 Prozent würden Einschnitte beim Leistungsumfang hinnehmen. Allerdings befürworten nur 14 Prozent die Wiedereinführung von Zuzahlungen für Arztbesuche, und lediglich 11 Prozent wären bereit, höhere Eigenanteile für Medikamente oder Krankenhausaufenthalte zu tragen.

Auch finanzielle Bedenken spielen eine Rolle. Nur 8 Prozent der Befragten wären bereit, höhere Krankenkassenbeiträge zu zahlen. Die Zurückhaltung ist verständlich, da der durchschnittliche Beitragssatz von 17,1 Prozent im Jahr 2025 auf 17,5 Prozent im Jahr 2026 gestiegen ist – der Zusatzbeitrag liegt mittlerweile bei 2,9 Prozent. In den vergangenen fünf Jahren hat sich die öffentliche Meinung zu zusätzlichen Belastungen zunehmend verschlechtert.

Die Ergebnisse zeigen eine breite Skepsis gegenüber weiteren finanziellen Belastungen im Gesundheitswesen. Da die Mehrheit Kürzungen bei Leistungen und höhere Gebühren ablehnt, sehen sich Politiker mit starkem öffentlichen Widerstand gegen Reformen konfrontiert. Dieser Trend folgt auf Jahre steigender Versicherungskosten, die bei den Deutschen zu einer zunehmend vorsichtigen Haltung geführt haben.

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