16 March 2026, 10:22

Hannover vs. Braunschweig: Ministerin fordert Mentalitätswandel bei Ultra-Gruppen vor dem Derby

Zwei Männer fechten in einem Stadion, einer mit einem Schwert und der andere mit einem Schild, während eine Menge zusieht.

Innenminister: Ultras haben ein Problem in den eigenen Reihen - Hannover vs. Braunschweig: Ministerin fordert Mentalitätswandel bei Ultra-Gruppen vor dem Derby

Das anstehende Derby zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig rückt die Stadionsecurity in den Fokus. Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens fordert vor dem Anpfiff des Spiels in der Landeshauptstadt an diesem Freitag um 18:30 Uhr Veränderungen. Sie verlangt von Fangruppen, härter gegen gewaltbereite Personen in den eigenen Reihen vorzugehen.

Behrens kritisiert den hohen Polizeieinsatz bei Fußballspielen als nicht tragfähig. Bis zu 2.000 Beamte für ein einziges Spiel einzusetzen, sei keine Dauerlösung, betont sie. Stattdessen strebt sie eine möglichst geringe Polizeipräsenz innerhalb des Stadions während des Derbys an.

Frühere Begegnungen der beiden Vereine waren von strengen Sicherheitsvorkehrungen geprägt. Die niedersächsische Polizei setzte auf verstärkte Personenkontrollen, Videoüberwachung und die Trennung rivalisierender Fans. Zudem gab es Durchsuchungen nach Pyrotechnik und Waffen sowie Begleitungen der Anhänger zum und vom Stadion. So wurden etwa beim Spiel am 29. Oktober 2022 über 1.000 Polizisten eingesetzt, was zu 50 Festnahmen führte.

Die Ministerin fordert nun einen Mentalitätswandel von den Ultra-Gruppen. Sie erwartet, dass diese Verantwortung übernehmen und selbst gegen gewalttätige Mitglieder vorgehen. Sollten sie untätig bleiben, droht sie mit schärferen Kontrollen durch Politik und Fußballverbände.

Behrens hatte sich bereits früher für strengere Sicherheitsmaßnahmen bei Risikospielen ausgesprochen und dafür Kritik von einigen Fans geerntet. Dennoch bleibt sie vor dem Freitagsspiel unnachgiebig.

Das Derby findet unter genauer Beobachtung statt, wobei Behrens die Fangruppen auffordert, Gewalt im eigenen Umfeld zu bekämpfen. Ohne Selbstregulierung könnten weitere behördliche Eingriffe folgen. Der Sicherheitsansatz bei diesem Spiel könnte zum Vorbild für künftige Risikopartien in der Region werden.

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