19 March 2026, 12:26

Oktoberfest beginnt mit einem Gottesdienst im Marstall-Zelt – Wein statt Bier

Große Gruppe von Menschen an langen Tischen unter einem Zelt auf einem Outdoor-Festival, mit Taschen und Gegenständen auf den Tischen, umgeben von festlichen Zelten, Lichtern und Fahnen.

Oktoberfest beginnt mit einem Gottesdienst im Marstall-Zelt – Wein statt Bier

Jedes Jahr beginnt das Münchner Oktoberfest mit einer ungewöhnlichen Tradition: einem Gottesdienst im Marstall-Festzelt. Die Veranstaltung verbindet religiösen Brauch mit der lebhaften Atmosphäre des Volksfests. Während der Feier teilen sich sechs Männer einen goldenen Kelch, gefüllt mit Wein, als Teil der Zeremonie.

Der Gottesdienst findet in der ersten Woche des Oktoberfests statt. Ein Pfarrer steht vor der Gemeinde, spricht ins Mikrofon, während die Anwesenden eine Zeile des Vaterunsers rezitieren. Die Umgebung erinnert kaum an eine klassische Kapelle – stattdessen prägen Bierbänke und festliche Dekorationen das Zelt.

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Musik spielt bei der Zeremonie eine zentrale Rolle. Die Königlich Bayerische Vollgas-Orchester intoniert eine schwungvolle Version von Lobt den Herren, was dem Gottesdienst einen feierlichen Charakter verleiht. Zwar ist unklar, wie viele bayerische Städte während des Oktoberfests ähnliche Kirchweih-Gottesdienste abhalten, doch dieses Ereignis bleibt ein einzigartiger Höhepunkt in München.

Der goldene Kelch, der unter den sechs Männern weitergereicht wird, sticht als eindrucksvolles Symbol hervor. Anders als die üblichen Bierkrüge enthält er Wein und unterstreicht so den sakralen Charakter der Versammlung. Der Kontrast zwischen dem religiösen Ritual und dem umgebenden Festtreiben schafft eine unvergessliche Szene.

Der jährliche Gottesdienst im Marstall-Zelt läutet das Oktoberfest mit einer Mischung aus Glaube und Tradition ein. Der goldene Kelch, der Hymnus des Orchesters und die Worte des Pfarrers prägen diesen besonderen bayerischen Brauch. Während andere Städte möglicherweise ähnliche Feiern veranstalten, bleibt dieser Gottesdienst ein herausragendes Merkmal der Münchner Festlichkeiten.

Quelle