Regierung prüft Streichung der Steuervergünstigung für Handwerkerleistungen
Siglinde WerneckeRegierung prüft Streichung der Steuervergünstigung für Handwerkerleistungen
Die deutsche Regierungskoalition prüft die Abschaffung einer Steuervergünstigung für Handwerksleistungen im Haushalt. Derzeit können Haushalte bis zu 20 Prozent der Handwerkerkosten von der Steuer absetzen, mit einer jährlichen Obergrenze von 6.000 Euro. Nun untersuchen Abgeordnete, wie umsetzbar diese Änderung für Unternehmen und Steuerzahler wäre.
Die Steuerermäßigung ermöglicht es privaten Haushalten, bis zu 1.200 Euro pro Jahr zurückzuerhalten. Sie gilt für anrechenbare Handwerksdienstleistungen wie Renovierungen oder Reparaturen. Doch Berichten zufolge könnte die Koalition diesen Vorteil komplett streichen.
Koalitionsabgeordnete haben bereits Gespräche mit Wirtschaftsverbänden aufgenommen, um die möglichen Folgen abzuschätzen. Unterdessen geben führende Mitglieder der CDU/CSU-Bundestagsfraktion an, von Plänen zur Abschaffung des Förderprogramms nichts zu wissen. Auch das Bundesfinanzministerium wollte sich nicht dazu äußern, ob der Steuerbonus tatsächlich in Gefahr ist.
Die mögliche Streichung der Vergünstigung könnte viele Hausbesitzer treffen, die auf den Abzug angewiesen sind. Auch Unternehmen im Handwerkssektor müssten sich auf Veränderungen einstellen, falls der Anreiz entfällt. Eine endgültige Entscheidung der Regierung steht bisher noch aus.






