Rostocks Archäologie-Museum droht am Kosten-Chaos zu scheitern – jetzt wird der Standort infrage gestellt
Lilian BarthNeue Variante für Archäologisches Landesmuseum in Diskussion - Rostocks Archäologie-Museum droht am Kosten-Chaos zu scheitern – jetzt wird der Standort infrage gestellt
Pläne für Rostocks neues Landesarchäologisches Museum stoßen auf massive Rückschläge
Die Pläne für das neue Landesarchäologische Museum in Rostock geraten wegen explodierender Kosten in erhebliche Schwierigkeiten. Das ursprünglich mit 45 Millionen Euro veranschlagte Projekt hat sich mittlerweile auf 85 Millionen Euro erhöht – und die Summe steigt weiter. Die Verantwortlichen prüfen nun günstigere Alternativen, darunter auch einen Standortwechsel.
Ursprünglich sollte das denkmalgeschützte Gebäude Societät Maritim, das einst das Rostocker Schifffahrtsmuseum beherbergte, zum Museum umgebaut werden. Doch der Bau erfordert umfangreiche Sanierungen, was Zweifel an seiner Eignung aufkommen lässt. Die Denkmalschutzbehörden untersuchen derzeit, ob das Gebäude den Anforderungen eines modernen Museums gerecht werden kann.
Die Landesregierung hatte den Standort Societät Maritim zwar bereits verworfen, erwägt ihn nun aber erneut als mögliche Option. Als Alternative wird auch das benachbarte Gelände des Rosengartens diskutiert. Beide Standorte werden derzeit auf Machbarkeit und Kosten geprüft.
Im Januar 2023 fand ein Planungsgespräch mit den dänischen Architekten Lundgaard & Tranberg statt. Dennoch stehen weder der endgültige Entwurf noch der Standort des Museums fest. Mecklenburg-Vorpommern bleibt das einzige Bundesland ohne eigenes archäologisches Museum – ein Projekt mit hoher kultureller Priorität.
Die steigenden Kosten zwingen die Verantwortlichen, das gesamte Vorhaben neu zu überdenken. Eine Entscheidung über den endgültigen Standort und die Gestaltung des Museums steht noch aus. Das Land sucht weiterhin nach einem Kompromiss zwischen Kostendisziplin und dem Bedarf an einer modernen kulturellen Einrichtung.






