Sparpaket im Bundestag: Streit um Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende
Artur HofmannSparpaket im Bundestag: Streit um Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende
Ein Plan zur Kürzung der Unterhaltsvorschusszahlungen für Alleinerziehende hat im Bundestag heftigen Widerstand ausgelöst. Der Vorschlag ist Teil eines umfassenden Sparpakets und zielt auf eine Reform aus dem Jahr 2017 ab, die die Unterstützung für Kinder bis zum 18. Lebensjahr ausgeweitet hatte. Kritiker aus mehreren Parteien verurteilen das Vorhaben als ungerecht und schädlich für bedürftige Familien.
Die Kontroverse begann, als kommunale Spitzenverbände vorschlugen, die Reform von 2017 zurückzunehmen. Damals war das Höchstalter für anspruchsberechtigte Kinder von 12 auf 18 Jahre angehoben und die sechjährige Befristung der Leistungen abgeschafft worden. Behördenvertreter argumentieren, die Kosten hätten sich seitdem vervierfacht, was das Programm unhaltbar mache.
Aus dem gesamten politischen Spektrum kam umgehend Widerspruch. Heidi Reichinnek, Fraktionsvorsitzende der Linken, nannte die geplanten Kürzungen eine "absolute Schande". Misbah Khan, stellvertretende Bundesvorsitzende der Grünen, warnte, dass geringere Zahlungen Kinder und ihre alleinerziehenden Eltern treffen würden.
Die familienpolitische Sprecherin der SPD, Jasmina Hostert, verteidigte das bestehende System. Sie betonte, der Unterhaltsvorschuss biete Alleinerziehendenhaushalten essenzielle Sicherheit. Selbst Martin Reichardt, familienpolitischer Sprecher der AfD, lehnte die Kürzungen ab und erklärte, man dürfe Eltern mit Sorgerecht und ihre Kinder nicht bestrafen.
Das Sparvorhaben stößt nun im Parlament auf massiven Widerstand. Würde es umgesetzt, würden zentrale Errungenschaften der Reform von 2017 rückgängig gemacht. Die Entscheidung wird zeigen, ob Alleinerziehende weiterhin dieselbe finanzielle Unterstützung für ihre Kinder erhalten.






